Medizinstudium in der Schweiz – Kosten, Bewerbung, Universitäten

Das Medizinstudium in der Schweiz ist eine interessante Alternative für Deutsche, die nicht innerhalb Deutschlands Medizin studieren können. Im Studienfach Humanmedizin ist es so, dass eine sehr strenge Auswahl über den Numerus Clausus stattfindet.

In Deutschland wird dafür häufig die Abiturnote 1,0 oder 1,2 erwartet. Als Alternative kann man etliche Wartesemester mit einer Krankenpflegeausbildung füllen.

Wie die Situation in der Schweiz ist und welche Bedingungen für die Aufnahme eines Medizinstudiums erforderlich sind, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Universitäten – Wo kann ich in der Schweiz Medizin studieren?

Die Universität Luzern bietet einen Masterstudiengang für 40 Studierende in Kooperation mit der Universität Zürich an. Dieser Masterstudiengang kann nach abgeschlossenen Bachelor in Humanmedizin angeboten werden. Er führt zu einer generalisierten, praktischen Ausbildung. Der Abschluss erfolgt mit der eidgenössischen Schlussprüfung, die ähnlich dem deutschen Staatsexamen ist. Danach kann die Weiterbildung als Facharzt angestrebt werden.

Die Ausbildung wird von erfahrenen Fachärzten begleitet. Die Studenten haben persönliche Mentoren, die sie durch das Masterstudien begleiten. Neben dem erweiterten Fachstudium geht es im Masterstudium Humanmedizin in Luzern um die Schulung der Teamfähigkeit und der Kooperationsfähigkeit. Es findet eine fachpraktische Ausbildung in angeschlossenen Lehrkliniken statt, in denen praktische Situationen erprobt werden können und die Patientenbetreuung geschult wird.

Kosten- Wieviel kostet ein Medizinstudium in der Schweiz?

Die Kosten für ein Medizinstudium betragen pro Semester 1000 CHF bis 8000 CHF. Dazu kommen noch die Lebenshaltungskosten. Es ist zu sagen, dass der Lebensstandard in der Schweiz höher als in Deutschland ist, was das Lebensniveau zum einen verstärkt aber die Lebenshaltung, sprich Miete, Lebensmittel, Freizeit, entsprechend verteuert.

Bewerbung – Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Bewerben kann man sich für diesen Studiengang direkt bei der Universität. Es findet ein Zulassungstest statt. Die Anmeldung zum Medizinstudium erfolgt über das elektronische Portal Swissuniversities. Dort kann man sich für Human-, Zahn- und Veterinärmedizin bewerben. Wer über das Portal Swissuniversities angenommen wurde, der wird zum allgemeinen Zulassungstest geladen. Nach bestandenem Zulassungstest kann man sich an der gewünschten Hochschule bewerben.

Voraussetzungen

Studenten aus dem Ausland benötigen eine gesonderte Zulassungsgenehmigung der Universität, bevor sie mit Schweizer Mitstudenten ein Studium aufnehmen dürfen. In der Schweiz ist es so, dass Numerus Clausus nicht eine auf Basis der Abiturnote ermittelte Zahl mit einer Stelle nach dem Komma ist, sondern dass es sich dabei um einen Eingungstest handelt.

Für diese Prüfung gibt es in der Schweiz einen Vorbereitungskurs. Heute heißt die Prüfung auch EMS-Prüfung. Es werden an einem oder mehreren Tagen testsimulationen durchgeführt, um sich auf diese Prüfung vorzubereiten.

An der Universität in St. Gallen wird ebenfalls ein Master in Medizin angeboten. Beim Joint Medical Master geht es darum, die angehenden Ärzte mit einem Mentoren-Programm auf ihrem Weg zum Abschluss zu begleiten. Der Mediziner soll auf seinem Weg lernen, nicht abzukommen und die wichtigen Kommunikationstechniken zu lernen, die er neben seinen bereits im Bachelorstudium erworbenen Fachkenntnissen für die Behandlung von Patienten in Praxen und Kliniken braucht.

Auch an diesem Standort wird Wert darauf gelegt, dass die Studenten von erfahrenen Wissenschaftlern und Ärzte begleitet werden.

An der Universität von St. Gallen ist es so, dass gezielt Studenten gesucht werden, die sich der Humanmedizin verschreiben. Die Universität wirbt also um Studenten, die sich in St. Gallen als Medizinstudenten niederlassen. Die Universität hat den Master in Medizin eingeführt, um gezielt die medizinische Versorgung in der Schweiz zu fördern.

Auch für Studenten aus Deutschland kann dieses Programm interessant sein.

Gerade ein Wechsel nach dem Bachelor ist eine sehr gute Möglichkeit, um seine Perspektive zu verändern und seinen zweiten Studienabschnitt an einer Universität in einem anderen Land, hier der Universität St. Gallen, fortzusetzen.